Apparative Kosmetik

Wer ganz gezielt ein bestimmtes Hautproblem (Narben, Pigmentstörungen, Akne, Falten, usw) in Angriff nehmen möchte, wir mit der bloßen Heimpflege irgendwann an Grenzen stoßen. An diesem Punkt setzt Gerätekosmetik ein und kann mit den entsprechenden Verfahren in tiefere Hautschichten eindringen, als es Pflegepräparate vermögen. Behandlungen mit apparativer Kosmetik können einmalig angewandt werden und zeigen nach jeder Behandlung bereits einen Erfolg, jedoch empfiehlt sich für einen Depoteffekt immer eine Art Kur von mindestens 5 Behandlungen im Abstand von ca. 3 bis maximal 4 Wochen. Es ist auch möglich mehrere apparative Verfahren zu kombinieren. Fragen Sie einfach bei Ihrem Hautspezialisten nach! Im Folgenden werden verschieden apparative Verfahren vorgestellt:

 

Iontophorese: Bei diesem altbewährten Verfahren werden Wirkstoffampullen ionisiert, d.h. sie bekommen eine positive oder negative Ladung und stoßen sich vom gleichgepolten Iontophoresegerät ab, da gleich Pole sich nicht leiden können. Wirkstoffe werden so tiefer in die Haut eingeschleust. Auch die körpereigenen Ionen kommen dabei in Schwung und das lymphatische System sowie die Durchblutung werden angeregt. 

 

Desincrustation: Hier wir mit dem gegenteiligen Effekt gespielt. Zuerst wird mittels Iontophorese eine Ampulle eingeschleust, welche entzündungsfördernde Stoffwechselabfälle bindet und die Haut beim Herauslösen von Unterlagerungen unterstützt. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird diese mit dem umgepolten Gerät - ungleiche Pole mögen sich nämlich sehr gerne - samt Giftstoffen wieder herausgezogen. Die Desincrustation wird gerne vor der Iontophorese gemacht. Sie ist sehr wirksam bei Akne oder unreiner Haut. 

 

Mikrodermabrasion mit Kristallsand

 

Ice&Heat-Stab: Der Ice&Heat-Stab trainiert unser Blutgefäßsystem und ist nach einer aktivierenden Behandlung einzusetzen sowie bei gefäßlabiler oder fahler Haut. Stauungsekzeme werden abgetragen und eine optimale Nährstoffversorgung unserer Haut ist wieder garantiert, empfindliche Haut wird beruhigt und deren Toleranzschwelle erhöht. 

 

Kaltplasma: Die Hochfrequenztherapie feierte bereits vor über 100 Jahren große Erfolge, wurde dann jedoch vom Antibiotikum verdrängt und feiert nun als Kaltplasma eine fulminante Renaissance in der Kosmetik, Dermatologie, Allgemeinmedizin, Zahnheilkunde und sogar Krebstherapie! Die Behandlungsbreite geht von Hautproblemen aller Art wie Akne über Wunden, Narben, Entzündungen, Haarausfall, Cellulite, Rheuma usw. Eine mit Gas gefüllte Elektrode wird dabei über das entsprechende Areal geführt und entlädt hochfrequenten Strom. Durch Sauerstoff entsteht keimeliminierendes Plasma, wobei sich der Sauerstoff (O2) über eine chemische Reaktion in Ozon-Sauerstoff (O3) - nicht zu verwechseln mit dem Ozon in unserer Stratosphäre - verwandelt und später wieder als normaler Sauerstoff zerfällt. 

 

Microneedling: Microneedling ist DER Trend schlechthin und das nicht ohne Grund! Es ist jedoch nicht mit den Dermarollern für die Heimpflege zu verwechseln! Beim Needling werden mit Hilfe von 12 sterilen Nädelchen werden tausende kleine Mikrokanäle in der Haut gebildet, die eine verbesserte und tiefere Wirkstoffaufnahme gewährleisten. Je nach Hauttyp kann man die Geschwindigkeit, Intensität und Eindringtiefe individuell bestimmen. Durch die Stimulation werden Epidermis und Dermis (Oberhaut und Bindegewebe) dazu angeregt, sich von innen heraus zu regenerieren. Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure werden nachhaltig gebildet. Needeln Sie Ihre Falten einfach weg! 

 

Aquasaonic: Die Hydroabrasion ist ein Ultraschallverfahren im Niederfrequenzbereich. Mit Hilfe eines sehr schnell schwingenden Handstücks entstehen auf der Haut sogenannte "elastische Wellen", die das auf die Haut aufgetragene Wasser zerstäuben. Dadurch kommt es zu einer Vielzahl an positiven Effekten: Unterlagerungen und Verhornungen werden tief aus der Haut gepeelt, Talg kann in Zukunft besser abfließen, Lymphstauungen werden abgetragen und hemmen somit Entzündungen, die Nährstoffversorgung der Zellen wird gesteigert und Feuchtigkeit wird in die tiefe Epidermisschicht eingeschleust.